Der Vollständigkeits-Score in AvoTax ist Ihr schneller Indikator dafür, wie weit die Unterlagen für einen Mandanten und Zeitraum sind — bevor die Kanzlei nachfragt oder eine Frist naht. Er bündelt Signale aus Belegmatching, erkannten Lücken und offenen Klärungen zu einem verständlichen Stand, den Unternehmen und Steuerkanzlei gemeinsam sehen.
3 offene Lücken — vor allem fehlende Belege bei Kartenzahlungen.Juni 2026 vollständig
Wofür der Score da ist
Klassische Buchhaltung endet oft in der Frage: „Sind wir fertig?“ Der Score beantwortet das operativ: Wo fehlt noch etwas? Was ist schon geklärt? Welcher Monat hinkt hinterher?
Typische Einsatzmomente:
- Monatsabschluss — Kurz prüfen, ob der laufende Monat prüfbereit ist.
- Vor USt-Voranmeldung — Lücken schließen, bevor Zahlen an die Kanzlei gehen.
- Kanzleiwechsel — Ausgangslage dokumentieren (Mandant anlegen).
- Jahresabschluss-Vorbereitung — Quartale mit niedrigem Score zuerst nacharbeiten.
Der Score ersetzt keine steuerliche Beratung — er zeigt den Unterlagenstand in AvoTax.
Was den Score beeinflusst
AvoTax wertet mehrere Signale aus, unter anderem:
- Offene Lücken — Transaktionen ohne Beleg, unzugeordnete Belege, erkannte Vollständigkeitshinweise (Details).
- Matching-Stand — Wie viele relevante Umsätze sind mit Nachweisen verknüpft (Belegmatching).
- Offene Klärungen — z. B. Dokumentenanfragen ohne Antwort.
- Zeitraum-Abdeckung — Sind Umsätze per FinTS oder Import und Belege für den Monat erfasst?
Schwere und Anzahl offener Punkte wirken sich stärker aus als kleine, bereits geklärte Abweichungen. Ein Score nahe am Zielwert bedeutet: wenige kritische offene Posten, kein blindes Vertrauen auf „wird schon passen“.
Score vs. Buchhaltungsqualität
Ein hoher Score heißt: Unterlagen sind weitgehend vollständig und nachvollziehbar. Er garantiert nicht automatisch die steuerlich optimale Einordnung — dafür bleiben Kategorien und die Kanzlei zuständig. Umgekehrt: Steuerlich korrekte Schätzungen ohne Beleg senken den Score bewusst, bis Nachweise da sind.
Score im Alltag nutzen
- Mandant wählen — Score gilt pro Mandant; Privat und GmbH nicht vermischen (Multimandanten).
- Zeitraum betrachten — Monats- oder Quartalssicht: Wo bricht der Verlauf ein?
- Top-Lücken abarbeiten — Kritische Hinweise zuerst, dann Matching-Restliste.
- Mit Kanzlei abstimmen — Bei wiederkehrenden Mustern gemeinsame Regeln definieren (z. B. Amazon-Sammelrechnungen).
- Vor Export prüfen — Berichte exportieren, wenn der Stand stimmt.
Sinnvolle Zielwerte
Viele Teams arbeiten mit internen Schwellen (z. B. „grün ab 90 % vor Frist“). Der exakte Zielwert hängt von Branche, Volumen und Kanzlei-Vorgaben ab. Wichtiger als eine perfekte Zahl ist der Trend: steigt der Score Woche für Woche?
Für Steuerkanzleien
Kanzleien nutzen den Score als Frühindikator: Welcher Mandant braucht vor der Voranmeldung Nachschub? Wo lohnt sich eine gezielte Dokumentenanfrage statt genereller Mahnung? Einheitliche Score-Sicht reduziert Rückfragen und beschleunigt Abschlüsse — vorausgesetzt, Mandanten pflegen Belege und Import laufend.
FAQ
Warum sinkt der Score nach dem Bankimport? Neue Umsätze erzeugen neue offene Matching-Punkte — das ist normal. Der Score spiegelt ehrlich den neuen Arbeitstand.
Kann ich den Score manuell erhöhen? Nur indirekt: Lücken schließen, Belege zuordnen, Anfragen beantworten. Bewusstes Ausblenden ohne Klärung ist nicht vorgesehen.
Gibt es den Score für alle Tarife? Die genaue Darstellung kann je nach Version variieren. Die zugrunde liegende Lückenerkennung ist Kern der AvoTax-Plattform.
Nächste Schritte
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